Schutzgebiete / Lehrpfade


Der NATURSCHUTZVEREIN FRICK ist für den Unterhalt und die Aufwertung verschiedener Objekte in unterschiedlichen Lebensräumen verantwortlich. Die umfangreichen Arbeiten werden mit den treuen Helfenden des Vereins und seit einigen Jahren mit Zivildienstleistenden durchgeführt.

 

Haben auch Sie Interesse, sich in Frick aktiv für die Natur einzusetzen?

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.


Objekt 01-1

Frickberg / Gehölz-Lehrpfad

Unterhalt seit 1979
Länge 1‘500 Meter

Im Jahr 1979 wurde der Lehrpfad vom Natur- und Vogelschutzverein Frick - heute NATURSCHUTZVEREIN FRICK - angelegt. Im Jahr 2001 wurde der gesamte Lehrpfad revidiert und erweitert. Es sind 60 Baum- und Straucharten mit vielen wissenswerten Details beschrieben.


Objekt 02-1

Roggenmoos

Unterhalt seit 1982
96 Aren

Das Schutzgebiet liegt am unverbauten Ufer der Sissle. Charakteristisch sind eine intakte Uferbestockung, Wiesen, Hecken und Wald. In den Kleinstrukturen - Ast- und Steinhaufen, Bruchsteinmauern - finden Kleinsäuger und Reptilien Unterschlupf. Ein grosser Tümpel und eine Feuchtstelle im Wald beherbergen verschiedene Amphibienarten.


Objekt 03-1

Ritzleten

Unterhalt seit 1984
18 Aren

Das Schutzgebiet Ritzleten setzt sich aus zwei Teilgebieten zusammen. Bevor das Wasser des Lammet-Bächleins in den Weiher Ritzleten fliesst, werden im Vorklärbecken mitgeführte Äste und Schwemmteile grösstenteils abgelagert. Die Verlandung und Überwucherung durch Schilf, Rohr- und Igelkolben bilden die Hauptprobleme am Weiher. Neben Erdkröten kommen Gras-, Teich- und Wasserfrösche in grosser Zahl vor. Amphibien und Reptilien finden Unterschlupf in verschiedenen Kleinstrukturen. Die idyllisch gelegene Feuerstelle lädt zum umsichtigen Verweilen in der Natur ein.


Objekt 04-1

Hundsrugge

Unterhalt seit 1992
54 Aren

Das Schutzgebiet Hundsrugge liegt im "Vernetzungskorridor Amphibien" an der Bahnlinie. Flache Tümpel bilden Laichgewässer für verschiedene Amphibienarten. Eine Fromentalwiese und gut strukturierte Hecken bieten vielen Kleintieren und Vögeln Jagd- und Lebensraum. Regelmässig lassen sich im Hundsrugge Feldhasen und Füchse beobachten.


Objekt 05-1

Langefeld / Hecke Berger

Unterhalt seit 1994
8 Aren

Die artenreiche, einreihige Hecke am Veloweg Frick-Oeschgen wurde 1994 gepflanzt. Sie ist als Niederhecke ausgebildet und wird regelmässig geschnitten. Als prägendes Landschaftselement bietet sie diversen Kleintieren und Vögeln Nahrung und Unterschlupf.


Objekt 06-1

Gruhalde / Obstgarten

Unterhalt seit 1994
68 Aren

Im Gebiet wurden durch den NV FRICK 22 Hochstamm-Obstbäume alter Sorten gesetzt. Das anfallende Mostobst wird zu Süssmost verarbeitet. Drei Tümpel und weitere Feuchtstel-len werden gerne von Gelbbauchunken und Geburtshelferkröten als Laichgewässer angenommen. Das Gebiet zeichnet sich durch ein mageres Bord, eine schöne Hecke und eine Aufforstungszone aus. Durch das Anlegen von Kleinstrukturen werden Kleintieren Unterschlupfmöglichkeiten angeboten. Ein Bienenhaus rundet das idyllische Gesamtbild des Obstgartens ab.


Objekt 06-2

Gruhalde / Dauerbiotop

Unterhalt seit 2011
45 Aren

Das Dauerbiotop liegt am Rand des Tonabbaugebietes Gruhalde. Es ist ein Ort, wo sich sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Die Lehmtümpel sind für verschiedene Amphibienarten ideale Laichgewässer. Das Gebiet wird bewusst offen gehalten. Damit geniessen wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten beste Lebensbedingungen.


Objekt 06-3

Gruhalde / Wanderbiotope

Unterhalt seit 2011
30 Aren

Wie der Name zutreffend sagt, "wandern" die Biotope im Verlauf der Abbaumassnahmen. Es sind kleinere und grössere Trittsteine - verteilt über das ganze Grubenareal - in welchen vor allem Pionier-Amphibienarten geeignete Lebensräume finden.


Objekt 07-1

Schlauen / Steinbruch

Unterhalt seit 1995

57 Aren

 

Das Gebiet ist durch die hohe Kalksteinwand, Wald und eine magere Wiese geprägt. Dank der wärmespeichernden Kalksteinwand zeichnet sich der alte Steinbruch im Schlauen durch ein spezielles Mikroklima aus. Drei Tümpel - die zwischendurch auch austrocknen dürfen - werden von Gelbbauchunken und Geburtshelferkröten als Laichgewässer benutzt. Durch geeignete Massnahmen werden Mauereidechsen und Feuersalamander gefördert.


Objekt 07-2

Schlauen / Seckenbergbach

Unterhalt seit 2009
11 Aren

Mit der Öffnung der Panzersperre und der Ausdohlung eines Teilstückes des Seckenberg-bachs, konnten im Jahr 2009 einige Hindernisse für Kleinlebewesen aus der Welt geschaffen werden. Der Bach ist ein ideales Fliessgewässer, in welches sehr viele Feuersalamander-Weibchen lebende Larven absetzen. In den speziell ausgehobenen "Bachbirnen" laichen vor allem Gelbbauchunken und Geburtshelferkröten.


Objekt 08-1

Chilmet / Feihalterbach

Unterhalt seit 1997
51 Aren

Der NATURSCHUTZVEREIN FRICK hat 1992 angeregt, den Feihalterbach hinter dem Campingplatz und dem Schwimmbad auf einer Länge von 500 Metern zu renaturieren. Im Jahr 1997 wurden die alten Betonschalen entfernt und das Teilstück renaturiert. Die Bachuferbestockung wird im Auftrag des kantonalen Gewässerbeauftragten regelmässig gepflegt. Im natürlichen Bachbett leben verschiedene Fischarten. Kopfweiden werden gefördert. Der Bach ist ein wichtiges Vernetzungselement und bildet die natürliche Grenze zwischen Bauzone und Kulturland.


Objekt 08-2

Chilmet / Tümpel

Unterhalt seit 2010
13 Aren

Im Jahr 2010 wurden nahe dem Bahnbord ein flacher Lehmtümpel erstellt und am Feihalterbach eine „Bachbirne" ausgehoben. Beide Gewässer sind bei Grasfröschen, Erdkröten und Bergmolchen sehr beliebt.


Objekt 09-1

Suug / Moseralp

Unterhalt seit 2008
25 Aren

Die sogenannte "Moseralp" liegt am Frickberg zwischen der Driving Range des Golfplatzes und dem Waldrand. Magere Wiesen, diverse Obstbäume und ein gestufter Waldrand bilden ein ideales Refugium für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten. Zum Jubiläum - 75 Jahre NATURSCHUTZVEREIN FRICK - wurde im Jahr 2009 ein neues Feuchtbiotop mit drei Lehmtümpeln angelegt und ein Jubiläumsbäumchen (Kornelkirsche) gepflanzt.


Objekt 10-1

Spittelacher

Unterhalt seit 2009
67 Aren

Das Gebiet liegt auf Hornusser Bann am Frickberg. Viele Insekten schätzen das reiche Nahrungsangebot der schönen Fromentalwiese, in welcher bereits einzelne Orchideen gedeihen. Dank der starken Hanglage kann die Wiese durch regelmässigen Schnitt weiter ausgemagert werden. Die Grenzhecke zum Golfplatz hin wird niedrig und dadurch dicht gehalten.


Objekt 11-1

Cheeslete / Dauerbiotop

Unterhalt seit 2011
40 Aren

Das Dauerbiotop Cheeslete konnte im Jahr 2011 angelegt werden. Flache Lehmtümpel - eingebettet zwischen einer Hochhecke und dem Bahnbord - sind ideale Laichgewässer für verschiedene Amphibienarten. Das Gebiet ist ein wichtiger Trittstein auf dem "Vernetzungskorridor Bahnbord". Regelmässig wird auch das Flachmoor-Relikt bei der Verladestation gepflegt.


Objekt 11-2

Cheeslete / Wanderbiotope

Unterhalt seit 2011
30 Aren

Je nach Abbauphase in der Opalinuston-Grube Cheeslete "wandern" die Feuchtbiotope. Grasfrösche und Erdkröten haben gerne kältere Laichgewässer. Wärmere, wassergefüllte Trax-Charrengleise oder Pfützen werden von den Gelbbauchunken und den Geburtshelferkröten bevorzugt. Die grosse Grube ist auch als Jagdrevier für kleinere und grössere Jäger bestens geeignet.


Objekt 12-1

Sissle / Weiden-Lehrpfad

Unterhalt seit 2018
Länge 400 Meter

An der Sissle wurden zwischen dem Gebiet Grube bis zur Autobahnbrücke Oeschgen gemäss Vorgaben des Gewässerbeauftragten des Kantons Aargau grössere Holzerarbeiten ausgeführt. Bald war auch die Idee geboren, am linken Bachufer einen Weiden-Lehrpfad einzurichten. Zu den bestehenden Weidenarten wurden zusätzliche Arten gepflanzt und vor dem Biber geschützt. Im April 2018 wurde der Weiden-Lehrpfad offiziell eingeweiht.


Objekt 13-1

Ziegeleiweiher

Unterhalt seit 2018
98 Aren

In der Nutzungsplanung wurde das Gebiet "Ziegeleiweiher" im Jahr 2010 neu als Naturschutzzone ausgeschieden. In der Schutzzone Wald wurden durch den Forstbetrieb Thiersteinberg schnellwachsende und standortfremde Bäume entfernt. Danach hat der NATURSCHUTZVEREIN FRICK diverse Kunstbauten und Absperrungen aus dem Gebiet weggeräumt. Die Aufwertung der Flächen ausserhalb der Waldzone wird unter Federführung der Abteilung Landschaft und Gewässer in den kommenden Jahren erfolgen.