Die alljährlich wiederkehrende Flugshow - der Vogelzug - hat europaweit sehr viele Vogelfreunde in den Bann gezogen. Zur Beobachtung des faszinierenden Phänomens haben die Schweizer Vogelschützer landesweit 55 Stationen eingerichtet - eine davon stand beim Mittelpunkt Fricktal.
Obwohl das sonnige Wetter gute Beobachtungsbedingungen bot, liessen die starken Winde und die vorgängig sonnigen Tage äusserst wenig Vogelverkehr aufkommen. Vielen Besuchern machten die Leistungen der Zugvögel grossen Eindruck. Der Vogel des Jahres 2009 etwa - der Gartenrotschwanz - wiegt nur gerade 18 Gramm. Das entspricht vier Zuckerwürfeln. Diese „vier Zuckerwürfel" fliegen 6'000 Kilometer weit, bis sie ihr Winterquartier jenseits der Sahelzone in Afrika erreichen.
Im Herbst sind starke West- oder Nordwestwinde häufig. Diese machen die Alpenquerung zusätzlich schwierig. Mit misslichen Wetterverhältnissen und geografischen Hindernissen hatten die Zugvögel seit Urzeiten zu kämpfen. Doch immer stärker machen sich die Einwirkungen des Menschen auf Rastplätze und Nahrung bemerkbar. Dabei sind ungestörte Rastplätze mit genügend Nahrung für die Zugvögel überlebenswichtig. Hier müssen sie wieder Energie sammeln können, um die nächste Etappe ihres langen Weges zu bewältigen.





