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NATURSCHUTZVEREIN FRICK

06. Juni 2010 - Heilpflanzen - erlebte Biodiversität

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Am 06. Juni führte der NATURSCHUTZVEREIN FRICK unter der Leitung von Markus Kasper, Möhlin eine Exkursion zu den Heilpflanzen am Frickberg durch. Sonnenstrahlen begrüssten die Teilnehmer der tollen Exkursion auf der Moseralp. «Hier sehen wir gleich drei hochkarätige Heilpflanzen!», freute sich Exkursionsleiter Markus Kasper schon beim Eingang zum Feuchtbiotop auf der «Moseralp».

Der Exkursionsleiter - Apotheker, Ornithologe und begeisterter Naturschützer - erklärte, dass bei der Brennnessel die ganze Pflanze als Heilmittel verwertet wird: Blüten, Stängel, Blätter und Wurzeln. Aus den Blüten wird ein harntreibender Tee hergestellt, und Extrakte der Wurzeln werden bei Prostata-Beschwerden eingesetzt. Gegen Grippe und Erkältung eignet sich der schweisstreibende Tee aus den Blüten des Schwarzen Holunders. Als hochkarätiger Vitamin C-Spender gilt der Sanddorn. Weiter erklärte der Fachmann ausführlich die heilende Wirkung von Efeu, Spitzwegerich, Seidelbast, Johanniskraut, Stechpalme und Wundklee. Neuerdings wird die altbewährte Hagebutte mit sehr guter Wirkung auch gegen Rheuma eingesetzt, wodurch weniger Schmerzmittel verabreicht werden müssen. Ebenfalls noch nicht lange werden Extrakte der Pestwurz erfolgreich gegen den lästigen Heuschnupfen eingesetzt.

Doch nicht nur Heilpflanzen wurden an der gut besuchten Exkursion vorgestellt, sondern auch wunderschöne Mager- und Fromentalwiesen mit erlebbarer Biodiversität. Grillen zirpten, Orchideen standen in voller Blüte, Eidechsen sonnten sich und die jungen Heuschrecken waren aktiv. Heute sind weltweit rund 1,7 Millionen Pflanzen- und Tierarten bekannt. Markus Kasper erklärte dazu, dass dabei die Insekten zwei Drittel aller Arten ausmachen. Ebenfalls hohe Anteile stellen Pilze, Spinnentiere, Viren, Bakterien und Pflanzen. Erstaunlich ist, dass die Wirbeltiere - inklusive Mensch - nur gerade 0,4 Prozent ausmachen.

Nach dem Besuch eines kleinen Feuchtbiotops, in welchem Plattbauchlibellen, Fadenmolche und die grossen Kaulquappen der Geburtshelferkröte gesehen wurden, fand noch ein kleiner Wettbewerb statt. Die Exkursionsteilnehmer mussten dabei schnell erkennen, dass es nicht einfach ist, die vier Komponenten einer Teesorte zu bestimmen. Markus Kasper stand natürlich mit Rat zur Seite und verteilte an die „Gewinner" aus seiner Apotheke kleine Eigenprodukte - selbstverständlich hergestellt aus Heilpflanzen.

Den tollen Rundgang beschlossen die Naturschützer im üblichen Rahmen gemütlich beim Mittagessen im Restaurant.

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